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Das Hannibal-Syndrom. Phänomen Serienmord. Unrecht im Namen des Volkes. Ein Justizirrtum und seine Folgen
Mörderisches Profil. Phänomen Serientäter.

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Preis: EUR 8,95

Mörderisches Profil. Phänomen Serientäter.

Autor: Stephan Harbort

Produktinformation:

    Broschiert
    Verlag: Heyne
    ISBN: 3453878809


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Aus der Amazon.de-Redaktion

Hannibal Lecter treibt mal wieder sein Unwesen auf der Kinoleinwand. Nach Das Schweigen der Lämmer und Hannibal sorgt der wahnsinnige Serientäter in Roter Drache bereits zum dritten Mal für ausgiebige Gänsehaut-Attacken beim Publikum. Doch was die Wenigsten wissen: Man braucht nicht unbedingt ins Kino zu gehen, um dem Schrecken des Serienmordes zu begegnen. Denn die Realität sieht oft schlimm genug aus. Stephan Harbort, Kriminalhauptkommissar und anerkannter Serienmord-Experte, stellt in seinem Buch die neuesten Erkenntnisse über das Phänomen Serientäter vor.

Der Autor zeichnet akribisch die Taten, Motive und sozialen Hintergründe gefasster Massenmörder in Deutschland nach. Er zitiert aus Polizeiprotokollen, Presseberichten und Täter-Geständnissen. Die zum Teil nüchtern verfasste Auflistung grauenhafter Verbrechen ist nichts für schwache Nerven, und hin und wieder stockt einem ob der brutalen und skrupellosen Vorgehensweise der Mörder der Atem. Einige Beispiele hinterlassen beim Leser nichts als ungläubige Fassungslosigkeit: Fälle, bei denen Verdächtige trotz erdrückender Indizien einer Verurteilung entgehen, weil der entscheidende Beweis nicht gefunden werden konnte. Beunruhigend ist auch die Tatsache, dass 23 Mordserien in den letzten 50 Jahren bislang ungeklärt blieben. Außerdem wird vermutet, dass derzeit noch mindestens neun Serientäter unerkannt und unbehelligt unter uns weilen. Neben der reinen Fallschilderung befasst sich Harbort intensiv mit den speziellen Fahndungsmethoden für Serienmörder und setzt sich kritisch mit dem in Mode gekommenen Profiling und dessen Erfolgsaussichten auseinander.

Zeitweilig kommt man sich zwar vor wie in der Buchform von Aktenzeichen XY ... ungelöst — allein Edi Zimmermanns nervtötende Stimme fehlt — , doch auch dieser kleine Schnitzer kann nicht verhindern, dass es sich um eine exzellent recherchierte, fakten- und aufschlussreiche Dokumentation handelt, die nahtlos dort ansetzt, wo Harborts viel beachtetes Buch Das Hannibal-Syndrom. Phänomen Serienmord aufhörte. Und was die Spannung angeht, kann so mancher Thriller-Roman schlicht nicht mithalten. Wer braucht da noch einen Hannibal Lecter? — Christoph Reudenbach

Kundenrezensionen

Mann vom Fach
Was Stephan Harbort hier vorgelegt hat glänzt neben dem Fachwissen des Autors über die Thematik auch durch die Bandbreite an Inhalten.
Neben vielen Fallbeispielen, bzw. teilweise schockierend genauen Schilderungen der Taten und Tätergeschichten, enthält "Mörderisches Profil" auch Ausschnitte aus Interviews, die Harbort mit einigen Tätern führte, gut recherchierte Kriminalstatistiken, die ebenfalls von Harbort erstellt wurden, sowie Erklärungen zum "Profiling".
Bemerkenswert finde ich auch den abgeklärten Umgang mit Paradigmen des Faches: so zeigt Harbort zum Beispiel auf, wie weit gefächert und vermischt die Arten der Motive sind, anstatt sich - wie man es aus thematisch vergleichbaren Büchern kennt - auf "Sex" und "Geld" als Motive zu beschränken.
Es klingt auch deutlich die Kritik des Autors an einigen Praktiken und Sichtweisen des Themas zu Tage; allerdings rütteln diese deutlich als solche erkennbaren subjektiven Ansichten nicht an dem ansonsten sachlich-objektiven Bild, welches das Buch vermittelt. Im Gegenteil: gerade diese Differenzierung stützt den Eindruck der Seriösität.
Die Darstellungen des vielleicht schwierigsten Aspektes, nämlich der Psyche der Täter, finde ich überzeugend. Wenn diese Psyche dem Beobachter unzugänglich erscheint, stürzt Harbort sich nicht in halsbrecherische Spekulationen, sondern steckt die Grenzen deutlich ab, und kennzeichnet tiefergehende Ideen als ebensolche.
Interessant sind auch zwei kurze Einblicke in fachnahe Themenbereiche, nämlich die Therapie und die Rechtsprechung.

Fazit: Ein sehr gut lesbares Buch, das spannend ist, und doch nicht die Sensationsgier der Medien oder eines Hans Pfeiffer ("Der Zwang zur Serie") übernimmt. Harbort schafft es ein Buch zu schreiben, das den Leser in seinen Bann zieht, und gleichzeitig mit vielen Vorurteilen zum "Profiling" aufräumt. Für Interessierte und Fachkundige definitiv zu empfehlen.

Kriminalpsychologie für Laien
Ich habe das Buch binnen 48 Stunden ausgelesen, spannend, hochinteressant. Dem Autor gelingt es nahezu perfekt, zwischen den Ebenen Fachwissenschaft und Dokumentation zu unterscheiden, in erster Linie aber auch sinnvoll zu verbinden. Kein Fachchinesisch, für jedermann lesbar und verständlich. Manchmal gruselt es, aber wer sich davon nicht schrecken lässt, der erfährt viel über die Psyche von Serienmördern, aber auch dem "Profiling". Mein Urteil: klasse!





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