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Preis: EUR 7,95
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Autor: Jaques Buval Produktinformation: Broschiert Verlag: Heyne ISBN: 3453874404
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Aus der Amazon.de-Redaktion Serienmörder wie Fritz Haarmann oder Jürgen Bartsch sind Millionen von Menschen ein Begriff. Gespannt verfolgt die breite Öffentlichkeit Skandale wie um den mutmaßlichen Serientäter Marc Dutroux. Doch Serienmörder gab es schon immer, und man weiß um ihre abscheulichen Verbrechen. Neu ist viel mehr die eigenartige Faszination, die sie auf die massenmediale Öffentlichkeit ausüben. Auffällig ist auch die wachsende Freude an Gewaltdarstellungen und der seltsame Umgang mit Angst und Schrecken der Konsumenten dieser "Berichterstattung". Das alles bleibt bislang genauso unverständlich wie die offensichtliche Gier, mit der sich Autoren auf das Serienmördermotiv und Sexualverbrechen stürzen, um Spannung zu erzeugen. An solchen Erzählmustern orientierte sich offenbar auch der Autor Jaques Buval in Der Todesbote. Die wahre Geschichte des Serienmörders Anatolij Onoprienko. Onoprienko hatte im Laufe der 1990er-Jahre in der Ukraine auf ungeheuerlich grausame Weise 52 Menschen getötet. Zwischenzeitlich war der Massenmörder keinesfalls auf der Flucht, sondern hatte auf "Reisen" nach Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern diverse, aber immer erfolglose Asylanträge gestellt. Das erschwerte der ukrainischen Polizei in seiner Heimat natürlich die Fahndung, so dass sie Onoprienko erst 1996 nach Jahren verzweifelter Suche und zum Teil absurden Großfahndungen eher zufällig auf die Spur kam. In seinem Versuch zu einem Tatsachenbericht stützt sich der Autor vor allem auf die Verhör- und Gerichtsprotokolle der ukrainischen Staatsanwaltschaft. Er gibt daraus teilweise minutiös wieder, wie Onoprienko tötete und spart dabei kaum Details aus. Die Art, wie er Onoprienko ausführlich zu Wort kommen lässt, ist allerdings keinesfalls aufschlussreich, sondern wirkt eher obszön. Buvals Versuche zur Kontaktaufnahme mit Onoprienko, so wiedergegeben in einem Brief an den inzwischen zum Tode Verurteilten, wirken nicht nur unsäglich naiv, sondern sind buchstäblich ärgerlich. Buvals oftmals spekulativ gehaltener Bericht im Stil sattsam bekannter Illustrierten führt zu der Frage, was ihn zu diesem Buch angetrieben hat. Er verrät es uns nicht. Entsprechende Erläuterungen oder Quellenangaben fehlen weit gehend. Zwar ist Buval ein durchaus renommierter "Serienmordexperte", doch das Buch schweigt sich über solche Hintergründe ebenfalls aus. Ernst zu nehmende Alternativen zu dem Buch und zu dem durchaus interessanten Fall Onoprienko gibt es keine, weitere Hinweise finden Interessierte nur im Lexikon der Serienmörder von Peter und Julia Murakami. Dort wird zumindest das Bemühen um Wissenschaftlichkeit und angemessener dokumentarischer Zurückhaltung deutlich. Mit Der Todesbote gelangt man dagegen zu keiner tiefer greifenden Erkenntnis über die Psychologie von Massenmördern. Fazit: "True Crime" von seiner schlechtesten Seite. Heinz Scheffelmeier
Kundenrezensionen Packende Biographie Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich habe schon viele Biographien von Serienmördern gelesen und schätze es immer, wenn für die wichtigsten Details keine 400 Seiten verfasst werden. 200 Seiten Taschenbuch, gut zu lesen. Die Rezension des Herrn aus Köln ist also wirklich zu ignorieren! Kauf lohnt sich!
Lohnt nicht unbedingt Im Gegensatz zu den anderen Büchern von Jaques Buval hatte ich hier den Eindruck, daß der Autor sich nicht mehr so große Mühe gegeben hat, den Fall und die Beweggründe des Serientäters Onoprienko zu untersuchen. Für mich hatte sich eine Art "Larifari"-Schreibstil eingeschlichen, der in seinen früheren Büchern überhaupt nicht vorkam. Das Buch war ganz interessant, aber irgendwie lasch geschrieben. Die detailgetreue Recherche fehlt hier. Außerdem gibt es maßlos viele Rechtschreibfehler, die mich ärgerten. Welche Schulbildung hatte der Lektor, daß so etwas gedruckt wird? Um sich mit dem Wesen und den "Beweggründen" von Serienmördern auseinanderzusetzen und auch nur ansatzweise zu versuchen, in deren Psyche einzudringen, waren Buvals frühere Bücher besser geeignet. Fazit: lohnt sich nicht - schade um's Geld!
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