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Autor: Johannes Ebert Produktinformation: Gebundene Ausgabe Verlag: Deutscher Anwaltverlag ISBN: 3824004615
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Aus der Amazon.de-Redaktion Auf wohl keinem anderen Rechtsgebiet ist der einstweilige Rechtsschutz von so großer praktischer Bedeutung wie in Familiensachen. Bedauerlicherweise dürfte es auch kein anderes Rechtsgebiet geben, in dem er so unübersichtlich geregelt ist. Verwirrende Vielfalt, zahllose Abgrenzungsprobleme sowie über mehrere Gesetze verstreute Vorschriften, die zudem noch mit Weiter-, Quer- und Rückverweisen überfrachtet sind, prägen die normative Szenerie. Den sich daraus zwangsläufig ergebenden Darstellungsschwierigkeiten begegnet der Autor, als Familienrichter mit den Tücken des einstweiligen Rechtsschutzes wohl vertraut, zunächst durch eine Gliederung, die das jeweilige materielle Rechtsschutzbegehren in den Vordergrund stellt. Erst innerhalb der einzelnen Regelungskomplexe wie Unterhalt, Eltern-Kind-Verhältnisse etc. wird dann die gesetzlich vorgegebene Unterscheidung zwischen einstweiligen Anordnungen innerhalb und außerhalb von Ehesachen nachvollzogen. Dies trägt nicht nur zur besseren Übersichtlichkeit bei, sondern spiegelt auch die anwaltliche Sichtweise wider, die sich am konkreten Mandantenbegehren orientiert. Die hierdurch gewährleistete Praxisnähe, die durch Arbeitshilfen wie grafische Übersichten unterstützt wird, darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass der Anspruch des Werks weit über ein besseres Anleitungsbuch hinausgeht. Dem Verfasser geht es um eine erschöpfende Darstellung der Problematik des einstweiligen Rechtsschutzes in Familiensachen, was sich nicht zuletzt auch im Umfang des Buchs niederschlägt. Von großer Praxisrelevanz sind die Erläuterungen zu Vollstreckung und Rechtsschutz, die in anderen Gesamt- und Überblicksdarstellungen zumeist nur mit einigen knappen Hinweisen abgetan werden. Gleiches gilt für das sehr informative Kapitel zu Fällen mit Auslandsbezug. Berücksichtigt werden auch die Neuerungen im einstweiligen Rechtsschutz durch Gewaltschutz- und Lebenspartnerschaftsgesetz. Formulare oder Musterschriftsätze sind mit der Konzeption des Buchs freilich nicht vereinbar. Insoweit muss der Leser mit knappen Checklisten zum notwendigen Inhalt der Antragsschrift Vorlieb nehmen. Dafür erhält er ein wohl durchdachtes und gehaltvolles Werk, das trotz seiner Informationsfülle immer gut lesbar bleibt. RA Claudia von Selle
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